Auf Nummer sicher

Ein ziemlich guter Grund, sich das ein oder andere Mittelchen schon von zu Hause aus mitzunehmen ist der, dass die Packungsbeilage bestimmt verständlicher ist. Außerdem kennt man manche Produkte bereits und ist mit deren Verträglichkeit vertraut.

Wichtig! ist es natürlich auch, eventuelle Wechselwirkungen mit dem Arzt seines Vertrauens zuvor zu besprechen.

 

Abgesehen davon, haben wir auf all unseren Reisen selbst in den entlegensten Winkeln, Apotheken, Ärzte und Krankenhäuser gesehen. 

 

Unser "who is who" unserer Reiseapotheke ist eine Zusammenstellung der Empfehlungen von verschiedenen reisemedizinischen Instituten (z.B. Institut für Reise-& Tropenmedizin, Zentrum für Reisemedizin), unserem liebsten Hausarzt und einer lieben Freundin aka die Apothekerin. 

Reisemedizin Apotheke Krank im Ausland Reisekrankheiten

Reiseapotheke Grundausstattung

  1. Mini Erste Hilfe Set 
  2. Fieberthermometer
  3. Insektenschutzmittel, da empfehlen wir z.B. Nobite Hautspray und Nobite Spray für Kleidung
  4. Sonnenschutzmittel mit hohem LSF >30
  5. Mittel gegen Reisekrankheit z.B. Travel-Gum
  6. Flüssigkeits- und Elektrolytersatz bei Durchfall (Suppenwürfel haben wir auch immer dabei!)
  7. Antibiotikum bei Durchfall
  8. Desinfektionsspray & Desinfektionstücher
  9. Breitbandantibiotium bei bakteriellen Allgemeininfekten
  10. Etwas gegen Übelkeit und Erbrechen z.B. Paspertin
  11. Bei Schmerzen und Fieber z.B. Parkemed, Ibuprofen
  12. Fenistil-Gel wirkt bei Insektenstichen und Hautausschlägen
  13. Diverse Salben wie z.B. Betaisodona zur Desinfektion, Baneocin als antibiotische Salbe bei Sonnenbrand oder Verbrennungen z.B. Bepanthene oder bei juckenden Hautausschlägen z.B. Nerisona
  14. Einen Quallenschutz bietet z.B. Safe Sea
  15. Bei Augen- und Bindehautentzündungen helfen z.B. Refobacin oder Similarsan Tropfen
  16. Etwas gegen Ohrenentzündungen z.B. Otosporin Tropfen
  17. Und dann fehlt nur noch etwas für den Hals z.B. Neo-Angin hilft bei Halsschmerzen
  18. Ach, und etwas gegen Flugangst könnte natürlich auch nicht schaden (ich flieg bestimmt nicht ohne!!!)

So da sollte jetzt wohl das Wichtigste für eine schnelle Erste Hilfe mit dabei sein. Natürlich kann leider niemand von uns ausschließen, dass nicht doch einmal ein Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt nötig werden könnte. Für diesen Fall ist es äußerst wichtig den richtigen Versicherungsschutz auf Reisen zu haben. Wenn Du Dich für Versicherungen interessierst, dann klickt einfach mal hier: Reiseversicherung

Jetzt gibt es noch den einen oder anderen Tipp wie Du Dich vor typischen Reisekrankheiten wie z.B. Reisedurchfall oder die Höhenkrankheit schützen kannst.

Montezumas Rache

oder auch Reisediarrhö genannt, ist eine bakteriell verursachte Infektionskrankheit des Darms und zählt zu den häufigsten Reisekrankheiten überhaupt. Leider musste ich selbst auch schon einmal Montezumas volle Rache miterleben und landete in Ägypten für mehrere Tage im Krankenhaus. Ironischerweise, hatte ich dort dann endlich die Zeit meinen Ägyptenreiseführer zu lesen, in dem vor dem Verzehr von gewissen Lebensmitteln gewarnt wurde. Schlagartig wurde mir damals klar, warum alle Kellner so komisch schauten, wenn ich meinen Caipirinha mit ganz viel Eis bestellt habe. Tja schei.... gelaufen!

 

Damit Du nicht den selben Fehler machst, merk Dir einen wichtigen Spruch:

"Boil it, peel it, cook it or forget it"

Außerdem ist es ratsam auf gewisse Dinge zu verzichten:

  • Leitungswasser
  • Eiswürfel
  • Eiscreme
  • Salat
  • Rohes Gemüse
  • Ungeschälte Früchte 
  • Roher Fisch
  • Rohes Fleisch

Leider gibt es noch keinen Impfschutz. Allerdings beinhaltet eine Schluckimpfung gegen Cholera zusätzlich einen ca. 3 bis 6 monatigen Schutz gegen Reisedurchfall. Genaueres zu diesem Thema findet Ihr hier: Impfungen.

Höhenkrankheit

entsteht durch eine Sauerstoffunterversorgung des Gehirns und kann bereits ab einer Höhenlage von 2500m beginnen. Da wir ja selbst einige Zeit in den Anden unterwegs waren, wissen wir gut über die Tücken dieser Krankheit bescheid. Die Symptome einer Höhenkrankheit können je nach Schweregrad von leichten Kopfschmerzen über Atemnot bis zu bläulich gefärbten Lippen reichen. Im schlimmsten Fall kann sich sogar ein lebensgefährliches Hirn- oder Lungenödem bilden.

 

In jedem Fall gilt es folgendes zu vermeiden:

  • Ein schneller Aufstieg in höhere Lagen
  • Überanstrengung
  • Alkohol
  • Flüssigkeits- und Mineralmangel
  • Bereits mit einem Infekt zu reisen
  • Die Einnahme von Schlafmittel

Zur Vorbeugung wird empfohlen sich ausreichend Zeit zum Akklimatisieren zu nehmen also -> kein Stress! 

Außerdem können Ibuprofen und zusätzlich Azetazolamid z.B. Diamox bei leichten Symptomen helfen. Ansonsten heißt es runter vom Berg und ab zu Arzt!

 

Die Einheimischen schwören jedoch auf ihre Cocapflanzen. Ob als Tee oder als Bonbon, das beliebte Heilmittel wird in den verschiedensten Variationen an fast jeder Ecke in Chile und Peru verkauft und schmeckt garnicht mal so übel. 

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