AUF NUMMER SICHER

Bezüglich Reiseapotheke war es für mich als bekennenden Angsthasen und Schwarzseher, besonders schwierig nur das "Nötigste" einzupacken. Nachdem mich Christoph aber davon überzeugen konnte, dass die Einfuhr von chirurgischem Besteck und unzähligen verschiedenen Medikamenten im Ausland zu einem speziellen Problem führen könnte, musste ich mich letztendlich geschlagen geben.

Übrigens, genau aus diesem Grund wird auch davon abgeraten Spritzen und Nadeln mit in die Reiseapotheke zu packen. Diese Utensilien bekommt Ihr aber in fast jeder Apotheke weltweit zu kaufen.  

Ein ziemlich guter Grund, sich das ein oder andere Mittelchen schon von zu Hause aus mitzunehmen ist der, dass die Packungsbeilage bestimmt verständlicher ist. Außerdem kennt man manche Produkte bereits und ist mit deren Verträglichkeit vertraut.

Wichtig! ist es natürlich auch, eventuelle Wechselwirkungen mit dem Arzt seines Vertrauens zuvor zu besprechen.

 

Unser "who is who" der Reiseapotheke ist eine Zusammenstellung der Empfehlungen von verschiedenen reisemedizinischen Instituten (zb. Institut für Reise-& Tropenmedizin, Zentrum für Reisemedizin).

Bild: Reiseapotheke

Reiseapotheke Grundausstattung

  1. Pflaster, Verbandsmittel, Pinzette
  2. Fieberthermometer
  3. Insektenschutzmittel, da empfehlen wir zb. Nobite Hautspray und Nobite Spray für Kleidung
  4. Sonnenschutzmittel mit hohem LSF >25
  5. Mittel gegen Reisekrankheit zb. Travel-Gum
  6. Flüssigkeits- und Elektrolytersatz bei Durchfall
  7. Antibiotikum bei Durchfall
  8. Bei nichtfieberhaften Durchfall: Loperamid-Kapseln
  9. Breitbandantibiotium bei bakteriellen Allgemeininfekten
  10. Etwas gegen Übelkeit und Erbrechen zb. Paspertin
  11. Bei Schmerzen und Fieber zb. Parkemed, Ibuprofen
  12. Fenistil-Gel wirkt bei Insektenstichen und Hautausschlägen
  13. Diverse Salben wie zb. Betaisodona zur Desinfektion, Baneocin als antibiotische Salbe bei Sonnenbrand oder Verbrennungen zb. Bepanthene oder bei juckenden Hautausschlägen zb. Nerisona
  14. Einen Quallenschutz bietet zb. Safe Sea
  15. Bei Augen- und Bindehautentzündungen helfen zb. Refobacin oder Similarsan Tropfen
  16. Etwas gegen Ohrenentzündungen zb. Otosporin Tropfen
  17. Und dann fehlt nur noch etwas für den Hals zb. Neo-Angin hilft bei Halsschmerzen
  18. Ach, und etwas gegen Flugangst könnte natürlich auch nicht schaden (ich flieg bestimmt nicht ohne!!!)

 

So da sollte jetzt wohl das Wichtigste für eine schnelle Erste Hilfe mit dabei sein. Natürlich kann leider niemand von uns ausschließen, dass nicht doch einmal ein Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt nötig werden könnte. Für diesen Fall ist es äußerst wichtig den richtigen Versicherungsschutz auf Reisen zu haben. Wenn Ihr Euch dafür interessiert wer uns versichert und was diese Versicherung alles beinhaltet, dann klickt einfach mal hier: Reiseversicherung

Jetzt gibt es noch den einen oder anderen Tipp, wie man sich vor typischen Reisekrankheiten wie zb. Reisedurchfall oder die Höhenkrankheit schützen kann.

Bild: Reiseapotheke

Montezumas Rache

oder auch Reisediarrhö genannt, ist eine bakteriell verursachte Infektionskrankheit des Darms und zählt zu den häufigsten Reisekrankheiten überhaupt. Leider musste ich selbst auch schon einmal Montezumas volle Rache miterleben und landete in Ägypten für mehrere Tage im Krankenhaus. Ironischerweise, hatte ich dort dann endlich die Zeit meinen Ägyptenreiseführer zu lesen, in dem vor dem Verzehr von gewissen Lebensmitteln gewarnt wurde. Schlagartig wurde mir damals klar, warum alle Kellner so komisch schauten, wenn ich meinen Caipirinha mit ganz viel Eis bestellt habe. Tja schei.... gelaufen!

 

Damit Ihr nicht den selben Fehler macht, merkt euch einen wichtigen Spruch:

"boil it, peel it, cook it or forget it"

 

Außerdem ist es ratsam auf gewisse Dinge zu verzichten:

  • Leitungswasser
  • Eiswürfel
  • Eiscreme
  • Salat
  • Rohes Gemüse
  • Ungeschälte Früchte 
  • Roher Fisch
  • Rohes Fleisch

Leider gibt es noch keinen Impfschutz. Allerdings beinhaltet eine Schluckimpfung gegen Cholera zusätzlich einen ca. 3 bis 6 monatigen Schutz gegen Reisedurchfall. Genaueres zu diesem Thema findet Ihr hier: Impfungen.

 

Klingt doch voll nach Spaß oder? Nun ja, zum "Glück" sind wir ja nicht das ganze Jahr in Hochrisikogebieten wie Südamerika und Asien unterwegs.

Bild: Weltreise Reiseapotheke

Höhenkrankheit

entsteht durch eine Sauerstoffunterversorgung des Gehirns und kann bereits ab einer Höhenlage von 2500m beginnen. Da wir ja einige Zeit in den Anden unterwegs sein werden ist es auch für uns sehr wichtig, über die Tücken dieser Krankheit bescheid zu wissen. Die Symptome einer Höhenkrankheit können je nach Schweregrad von leichten Kopfschmerzen über Atemnot bis zu bläulich gefärbten Lippen reichen. Im schlimmsten Fall kann sich sogar ein lebensgefährliches Hirn- oder Lungenödem bilden.

 

In jedem Fall gilt es folgendes zu vermeiden:

 

  • Ein schneller Aufstieg in höhere Lagen
  • Überanstrengung
  • Alkohol
  • Flüssigkeits- und Mineralmangel
  • Bereits mit einem Infekt zu reisen
  • Die Einnahme von Schlafmittel

 

Zur Vorbeugung wird empfohlen sich ausreichend Zeit zum Akklimatisieren zu nehmen also -> kein Stress! 

Außerdem können Ibuprofen und zusätzlich Azetazolamid zb. Diamox bei leichten Symptomen helfen. Ansonsten heißt es runter vom Berg und ab zu Arzt!

Abschließend noch eine interessante Info am Rande:

Die Einheimischen schwören angeblich auf ihre eigenen "Hausmittelchen" gegen die Höhe. Dazu gehören entweder das Trinken von Tee, welcher aus den Blättern des Cocastrauchs gemacht wurde oder (und?) das Kauen der Blätter mit Kalk. Nun ja, sollten wir auf dieses Hilfsmittel zurückgreifen "müssen", werden wir bestimmt einen lustigen Bericht darüber verfassen!

Tja abschließend könnte man nochmals kurz zusammengefasst sagen:

Viel trinken, vernünftig essen, kein Stress, Sonnen und Insektenschutz und natürlich Kondome nicht vergessen : )

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