Südafrika - Kruger National Park - So sollte man Tiere beobachten

Wir haben uns weit über ein Monat Zeit gelassen, um die unglaubliche Landschaft zwischen Kapstadt bis hoch nach Richards Bay in vollen Zügen aufzusaugen. Nun standen wir hier, in Malelane, am Südtor zum größten Wildschutzgebiet Südafrikas.

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Der Nationalpark

ist 20.000 km2 groß. Zum Vergleich, das Land Slowenien hat zirka die selbe Fläche. In dem 1898 unter Präsident Paul Krugers gegründeten Park finden verschiedenste Säugetierarten inklusive der „Big Five“, Vögel, Reptilien, Fische sowie Amphibienarten eine Heimat.

 

Bei dieser Größe gibt es natürlich mehrere Zugänge in den Park. Im Süden durch das von uns genutzte Malelane Gate sowie die Crocodile Bridge. Im Südwesten durch die Numbi-, Phaben- & Paul Kruger Gates. Im Westen die Orphen- und Phalaborwa Gates, sowie im Norden das Pafuri- und das Punda Maria Gate. Desweiteren besteht auch die Möglichkeit über Mosambik in den Park zu gelangen. Hier findest Du alle Gates im Überblick.

 

Wir haben im Hhusha Hhusha geschlafen, eine kleine Oase außerhalb des Parks mit den wohl liebsten Besitzern überhaupt. Sarah, die Besitzerin war so nett und hat uns für den ersten Tag eine ganztägige Safari (ca. 100 Euro pro Person) gebucht. Am nächsten morgen wurden wir von Mike, einem Park-Ranger, abgeholt. Er meinte, dass wir Glück haben, wir sind heute seine einzigen Begleiter in den Park und so startete um kurz nach 5 Uhr Morgens unsere eigene kleine Privat-Safari durch den Kruger.

 

Der Day Pass kostet pro Person 300 ZA Rand (rund 18 Euro, Stand 2017) Drohnen sind verboten und das Auto wird beim Gate nach Waffen durchsucht. Leider schaffen es Wilderer trotzdem immer wieder in das Naturschutzgebiet zu gelangen.

 

Der Morgen ist die beste Zeit. Es ist kühl und die Chance groß die Jäger (Löwen, Leoparden, Hyänen, Wardogs und Geparden) zu beobachten. Tanja bekam auf diesem Trip Ihren Spitznamen, das Adlerauge. Nach nur wenigen Minuten im Park, schrie sie auf. „Rhino!“ Nicht mal Mike hat es gesehen und auch er war begeistert, da es sich um ein Black Rhino handelte und man diese selbst im Kruger nur noch selten zu Gesicht bekommt. Als wir kurz darauf zwei Leoparden Männchen sahen die um ein Weibchen buhlten meinte Mike, dass dies unser Glückstag sei. Selbst er beobachtete das Naturschauspiel begeistert. 

Löwen in freier Wildbahn

Die Augen der Raubkatze sahen mystisch und beängstigend aus. Elegant und leise bewegt er sich nur einen Meter von uns entfernt an unserem Auto vorbei. Er wusste genau, dass nur eine kleine Bewegung nötig wäre und er könnte in unseren offenen Safari-Wagen springen und noch einmal frühstücken. Wir fühlten uns wie kleine Kinder. Begeistert und ein wenig erschrocken zugleich. Ein riesiger Adrenalinschub zischte durch unsere Körper, selbst Mike war mucksmäuschenstill und gab uns Zeichen ja nicht zu auffällig zu handeln. Wir wussten, dass die Möglichkeit besteht den König der Tiere zu sehen, dass dies aber so eine unfassbare Erfahrung wird, hätten wir im Traum nicht gedacht.

The Big 5

Am Begriff „The Big 5“ klebt Blut. Blut von Großwilderei und reichen Idioten denen einer abgeht wenn sie eines der fünf Tiere schießen und als Trophäe mit nach Hause nehmen können. Mike erzählt uns, dass trotz der vielen Kontrollen bereits Mitte Jänner 2017 (zu dieser Zeit waren wir in Südafrika) mehr als 20 Nashörner im derzeit gerade angebrochenen Jahr tot aufgefunden wurden. Für das Horn werden tausende Dollar bezahlt, den Schuss gibt jedoch meistens ein Südafrikaner ab der danach mit ein paar 100 Dollar „belohnt“ wird. Man merkte wie es Mike schwer fiel über dieses Thema zu sprechen. Die Tiere liegen ihm sehr am Herzen, wir hätten uns keinen besseren Fahrer wünschen können.

 

Neben dem Nashorn zählt der Löwe, der Leopard, der Elefant und der Büffel zu den Big 5. Der Begriff kommt wie gesagt aus der Jagd. Jene fünf Tiere die am schwersten zu erwischen sind. Wir haben alle 5 an diesem Tag gesehen. Geschossen haben wir nur Bilder, wie es jeder Mensch der halbwegs bei Verstand ist und sein/ihr erbärmliches Leben nicht mit „Trophäen verschönern“ muss auch tun sollte. 

Auf eigene Faust durch den Kruger

Wir hatten zu dieser Zeit ein kleines Mietauto, bei weitem nicht Gelände tauglich, aber Mike war so nett und zeigte uns auf der Karte jene Bereiche des Parks die wir problemlos befahren konnten. 

Gesagt, getan, am nächsten Tag fuhren wir noch einmal in den Park! Diesmal nur zu zweit. Hier findest Du das Video zu diesem Tag. 

 

Das tolle an einer „eigenen Safari“ ist, du bestimmst das Tempo. Wir haben uns richtig Zeit gelassen und waren über 10 Stunden im Park. Trotzdem haben wir gerade mal einen Bruchteil erkundet. 

Giraffen, Zebras, Nilpferde, Geparden und ein ganzer Elefanten Familien Clan sind an diesem Tag an unserem kleinen Mietauto vorbei spaziert.

 

Man kann den Tieren im Kruger die Freiheit regelrecht ansehen. Die Bewegungen, die Freude, nicht zu vergleichen mit Tieren die hinter Gittern sitzen und zur Schau gestellt werden.

Diese beiden Tage haben uns die Augen geöffnet, wir waren seither nie wieder in einem Zoo oder einer zooählichen Einrichtung und werden dies auch nie wieder unterstützen. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Lisa (Montag, 12 Februar 2018 08:56)

    Oh wie wunderbar eure Artikel sind. Unsere Planung für die Hochzeitsreise geht gut voran. Wir sind schon ganz aufgeregt in eure Fußstapfen zu treten.

    Liebe Grüße
    Lisa

  • #2

    Tanja und Christoph (Montag, 12 Februar 2018 18:15)

    Das freut uns sehr liebe Lisa, Südafrika wird Euch sehr gut gefallen! Wünschen Euch jetzt schon mal viel Spaß bei den Vorbereitungen und natürlich eine wunderschöne Hochzeit :-) Tanja und Christoph