Palenque - Die coolste Maya Stadt Mexikos

Wir waren in vielen verrückten und wunderschönen Städten - entweder verrückt oder wunderschön. Palenque in Mexiko ist beides. Auf unserem Weg von der Riviera Maya zurück nach Mexico City sind wir mehr durch Zufall in der Stadt im Bundesstaat Chiapas gelandet. Neben den wohl verrücktesten Affen der Welt erwartete uns dort unfassbare Natur und eine der schönsten Maya Stätten die wir auf unserem gesamten Mexiko Trip gesehen haben. (Unser Mexiko-Trip)

Dschungel und Brüllaffen

Wir haben 2 Tage in der Unterkunft Casa Lakyum gebucht. Das Hostel bietet einen unfassbaren Blick in die Wälder, die hier beinahe unberührt aussehen. Grün, soweit das Auge reicht, wir blickten direkt in den mexikanischen Dschungel. Was jedoch noch viel unglaublicher war, waren die Geräusche die wir aus dem Dschungel hörten. Hier mal eine fremde Vogelstimme da mal ein Knarren, hier mal ein Knistern. Was uns aber den Atem raubte war das unglaubliche Gebrüll, welches aus den nahen Wäldern kam. 

 

Wir waren zu dieser Zeit auf der Durchreise und hatten uns garnicht groß mit dem Ort Palenque beschäftigt. Wir holten unseren Laptop raus und checkten mal, was Google so über Palenque zu berichten hat. Die Google-Bildersuche war überseht mit Bildern von Brüllaffen. Diese Affengattung ist vorallem im Amazonas Gebiet aber eben auch in Mittelamerika zu finden. 

 

Das Gebrüll war unheimlich. Wir standen auf unserem Balkon, blickten in den Dschungel und es fühlte sich an als würden wir in einer Szene aus Jurassic Park die verängstigten Besucher spielen die jeden Moment von einem riesigen Dinosaurier angegriffen werden. Extrem cool und extrem unheimlich.

Indiana Jones Feeling

Neben diesen verrückt brüllenden Affen ist Palenque aber vorallem für die unglaubliche Mayastätte im nahe gelegenen Dschungel bekannt. Was diese Maya-Stadt so besonders macht? Nun, erstens ist sie beinahe unerforscht. Nur rund 5 Prozent der gesamten Stadt wurde vom Dschungel der hier über hunderte Jahre wuchs freigelegt. Die restlichen 95 Prozent liegen noch immer im Hinterland. Umringt von riesigen Palmen und uralten Bäumen die von Lianen umklammert wurden. Zweitens, die Tatsache, das diese Maya-Stadt sowohl Chichen Itza als auch die Ruinen von Tulum in den Schatten stellen.

 

Apropos in den Schatten stellen. Das war an jenem Tag bei uns groß geschrieben. Uns war noch nie so heiß. Die Monate März und April sind extrem warm und die Luftfeuchtigkeit ist kaum zu ertragen. Wem zu heiß wird der sollte sich in der Nähe der Wälder aufhalten, dort gibt es viele kleine Flüsse in denen man sich ein wenig abkühlen kann.

 

Die Tierwelt in Chiapas ist genau so verrückt wie die Gegend selbst. Hier fliegen Kolibris, man findet Skorpione und die wohl lautesten Kröten der Welt. Sobald die Brüllaffen nämlich schlafen, geht das große Gequake los. Welcome to the jungle!

Tempel der Inschriften und der Palast

Der Templo de las Inscripciones ist wohl das herausragende Bauwert in der Maya Stadt. Die Stufenpyramide ist begehbar und ihre kalten Räume sind eine perfekte Abwechslung zu der gnadenlosen Hitze die in der Stadt herrscht. Der Tempel diente als Grabmal der Herrscher von Palenque. Die obersten Stufen der Pyramide bieten einen unglaublichen Blick auf den Palast und einige andere Bauwerke der Stadt.

 

Direkt neben dem Tempel der Inschrift befindet sich der große Palast. Man sieht hier, dass über die Jahre versucht wurde diese Mauern irgendwie intakt zu halten. Teilweise vergebens. Im Innenhof findet man saftiges grünes Gras umringt von uralten Mauern. Fledermäuse leben nun in den Räumen in denen einst die Maya ein und aus gingen.

 

Von der Frontseite des Palastes lassen sich die wohl besten Bilder schießen. Eigentlich ist es aber in Palenque egal wo man steht, sein es die Gärten mit Mango Bäumen, der Dschungel oder die alten Bauwerke. Hier ist einfach alles ein Foto wert.

Anfahrt und Eintrittspreise

Wer in einem Hostel oder Hotel in der Stadt lebt, nimmt sich einfach ein Colectivo oder ein Taxi. Das kostet gerade mal ein paar Pesos. Vom Zentrum in Palenque bis raus in den Dschungel zu den Ruinen dauert die Fahrt gerade mal 30 Minuten. Die Fahrt selbst ist schon ein Highlight für sich. Palmen, Mango Bäume, Affen und Paradiesvögel erwarten einen während man in einem klapprigen Minibus durch den Dschungel düst.

 

Wer auf eigene Faust die Ruinen erkunden möchte kommt deutlich günstiger weg als jene die eine Walking Tour durch den Dschungel machen wollen. Zirka 5 Euro (Stand April 2017) kostet der Eintritt in die alte Maya Stadt. Wer gerne eine geführte Tour mitmachen möchte, kann einen Tour-Guide an den Toren der Ruinenstadt anheuern. Der nimmt einem aber gleich mal das 5-fache ab. 25 Euro (Stand April 2017) kostet die 2 Stunden Tour durch den Dschungel in Palenque. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Christoph (Dienstag, 22 Mai 2018 22:37)

    Sieht sehr schön und vor allem auch relativ besucherarm aus. Oder habt ihr nur die Fotos so geschickt geschossen? Danke für die netten Einblicke!

  • #2

    Dustin (Donnerstag, 18 Oktober 2018)

    Moin moin,
    das mit den Brüllaffen muss ja auch echt cool gewesen sein. Aber eigentlich denkt man sich doch, man fährt in die Natur um dem Stadtlärm zu entgehen und dann kommt noch mehr Lärm auf einen zu.
    Gerne hätte ich ja auch das YT-Video gesehen, bei mir erscheint jedoch nur ein Ausrufezeichen.
    Nichts desto trotz ein sehr toller Bericht mit schönen Bildern.

    Viele Grüße
    Dustin