Great Barrier Reef - Jetzt oder nie mehr!

Es ist das größte Korallenriff der Welt, eines der Highlights Down Under und wohl einer der meist gefährdeten Orte dieses Planeten. Ein Farbenmeer der Superlative, Fischschwärme so groß wie Schulbusse und die Tatsache im Hinterkopf an einem Ort zu sein, denn es wohl in ein paar Jahren in dieser Form nicht mehr geben wird.

Eines vorweg - uns ist klar, dass auch wir mit unserem Besuch am Riff einen kleinen Teil dazu beigetragen haben, dass die Zerstörung der Natur durch den Massentourismus in Australien voranschreitet...dieser Blogartikel ist ein Erfahrungsbericht und ein Aufruf vernünftige Touranbieter in Cairns zu buchen!

Cairns, an den Toren zum Riff

Nachdem wir 11.000 Kilometer an der Südostküste Australiens im Auto verbracht hatten und bereits auf dieser Reise unglaubliche Natur und Tierbegegnungen erleben durften waren wir doch sehr gespannt was das legendäre Great Barrier Reef noch für uns bereit hält.

 

Das Riff ist gewaltig, es erstreckt sich von Papua-Neuguinea bis auf die Höhe Bundaberg in Australien. Es ist mittlerweile auf eine Gesamtlänge von über 2.300 Kilometern angewachsen. Endeckt wurde es von James Cook der damals mit seinen Schiffen am Great Barrier Reef auf Grund lief. Daher auch der Name (große Barriere).

 

Einer der wohl beliebtesten Ausgangspunkte auf dem australischen Kontinient ist neben Port Douglas die 130.000 Einwohner Stadt Cairns im Norden von Queensland. Neben dem Daintree Rainforest sind Touristen und Backpacker aus aller Welt vorallem wegen der unglaublichen Unterwasserwelt die 2 Schiffstunden von der Stadt entfernt liegt hier. Wir waren im australischen Winter in Down Under und heil froh, in Cairns endlich mal wieder kurze Shirts tragen zu können. Während die Einheimischen noch am frieren waren konnten wir endlich mal wieder schwitzen.

Die richtige Tour finden

Tour-Anbieter am Riff gibt es wie Sand am Meer. Es war nicht leicht für uns einen Anbieter mit Advanced Ecotourism Certificate  zu finden der auch in unser Budget passte. "Wenn wir schon Teil des Massentourismus sind, wollen wir wenigstens jenen Anbieter wählen der mit seinen Schiffen den "wenigsten" Schaden anrichtet!" So sehr wollten wir uns selbst treu bleiben und genau so haben wir es auch bei unserem Ausflug auf die Whitsundays ein paar Tage zuvor gemacht.

 

Nach reifer Überlegung entschieden wir uns für "Down-Under-Cruises". Eine Entscheidung die wir nicht bereuen sollten. Pro Person kostete die Tages-Tour umgerechnet rund 100 Euro (Stand September 2017)

 

Die Crew, außerordentlich nett und unglaublich professionell. Schon während der 20 minütigen Einschulung mit Tauchlehrern und Biologen war klar, wir haben uns für das richtige Unternehmen entschieden!

 

Keine Sonnencreme und ausschließlich jene Tauch- und Schnorchel-Ausrüstung die die Gesellschaft zur Verfügung stellt. Es wurde auch jedem Tour-Teilnehmer ganz klar gesagt, dass dieser Cruise auf keinen Fall die schönsten und unberührtesten Flecken des Riffs besuchen wird. Diese werden strickt geschützt - und das ist auch gut so.

 

Glaubt uns, auch jenen Ecken des Riffs die teilweise schon abgestorben sind und bei denen die Korallenbleiche durch die Umweltverschmutzung und die globale Erwärmung schon erhebliche Schäden hinterlassen hat sind unglaublich schön.

Ist das hier ein Aquarium?

Wir sprangen vom Bug des Schiffes in das angenehm warme Wasser. Wir hatten uns für einen Neoprenanzug entschieden - nicht wegen der Temperatur des Wasser, sondern aufgrund der massiven Sonneneinstrahlung. 10 Minuten an der Wasseroberfläche unter der erbarmungslosen australischen Sonnen können einem die nächsten Tage ordentlich vermiesen.

 

Sobald man den Kopf unter Wasser steckt taucht man im wahrsten Sinne des Wortes in ein unglaublich surreales Naturschauspiel. Sämtliche Farben die die Natur zu bieten hat, findet man hier nur wenige Meter unter der Meeresoberfläche. Fischschwärme, kleine Hai, Schildkröten, Seesterne und und und...man weis garnicht wo man anfangen soll. 

 

Wir haben die Unterwasserwelt erst auf unserer Weltreise 2017 so richtig zu schätzen gelernt. Wir lieben es zu Schnorcheln und die Ruhe unter Wasser zu genießen. Wir haben ähnliche Touren in Mexiko, Indonesien und Thailand gemacht aber die Unterwasserwelt hier am Great Barrier Reef sucht seinesgleichen.

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