Canyons, Valleys, Klippen & Wale

Los Angeles, Las Vegas & San Francisco ohne Frage drei wunderschöne und aufregende Städte an der Westküste der USA. Faszinierend? Ja! Überlaufen und überteuert? Oh Ja! Die großen "Wow-Momente" hatten wir aber ganz wo anderes. 

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Es gibt unzählige wunderschöne National Parks in den USA und davon schon eine Menge nur an der Westküste. Als wir unseren USA Trip spontan aber doch relativ zeitgenau geplant haben, war uns klar wir werden wieder sehr viel Zeit in unserem Mietauto verbringen. Um genau zu sein, haben wir ganze 4.000 Km auf den Tacho gespult!

Von Las Vegas in den Grand Canyon

Wir haben 4 Nächte in der Spielermetropole verbracht - 4 aufregende und feuchtfröhliche Nächte - wie es sich eben für Vegas gehört. Tagsüber ist die HItze in der Wüstenstadt kaum zu ertragen. Viele starten Ihre Partynacht bereits früh Morgens, andere zocken schon Mittags um horrende Beträge. Wir dachten uns, in unserem Mietauto gibt es eine wunderbare Klimaanlage - das nutzen wir aus - lass uns doch heute zum Grand Canyon fahren! Gesagt getan. Raus aus der Glitzer-Welt, rein ins Roadtrip-Feeling. Nach weniger als einer Stunde waren wir bereits am Hoover Dam und bestaunten die unglaublich riesigen Turbinen, die die Stadt der Lichter mit Strom versorgt. Gecheckt, Foto gemacht kurz gevloggt und wieder zurück ins gut temperierte Auto.

 

Die Straße führt uns durch unzählige verschlafene Kleinstädte, vorbei an den Joshua Trees und verlassenen Häusern immer weiter Richtung Arizona. Schon von weitem sind die leicht rot-orange leuchtenden Farben des Canyons zu erkennen. Wir sind auf dem Weg zum sogenannten West-Rim. Was bei unserer Internet-Recherche (die normalerweise an Perfektion grenzt) leider anscheinend nicht durchgedrungen ist war, dass der West-Rim ohne Bustour überhaupt nicht mehr zu besuchen ist. Wir ärgerten uns wirklich sehr, als wir an der Straßensperre ankamen und wir vom Park-Ranger gebeten wurden, hier zu parken, ein 80 Dollar Ticket pro Person für den Bus zu kaufen und den Bus in den Canyon zu nehmen. Wir wollen unseren Ärger hier aber nicht weiter Luft machen.

Angekommen an jener Stelle, an der der Planet Erde einfach mal beschlossen hat einen knapp 300 Kilometer langen Riss in die Erdoberfläche zu schürfen. Die Sonne stand schon ein wenig tiefer, was das Farbenspiel noch unglaublicher machte. Da standen wir also, an einem Ort, der beinahe so alt ist wie die Erde selbst. Wir haben diesen Satz bereits sehr oft in diesem Jahr verwendet aber hier passt er wieder wie die Faust aufs Auge - "Wir fühlten uns richtig klein!"

 

Langsam wagten wir uns an den Rand des Canyons und konnten ganz winzigen den Colorado River erkennen der sich über 1.000 Meter unter uns durch den Canyon schlängelt. Was für ein Anblick.

 

Jeder der sagt "Ne Grand Canyon machen wir nicht, das macht ja jeder" Dem sei gesagt: "Sowas gibt es nur einmal auf dieser Erde!"

Spazieren am tiefsten Punkt der USA

Viele nutzen die Fahrt von Los Angeles nach Las Vegas um ein kleines Stück des Death Valleys zu sehen. Wir dachten uns, wir nehmen uns ein Motel in der Nähe des Valleys, somit können wir uns im Tal des Todes richtig lange Zeit lassen. Und das haben wir auch. Ehrlich gesagt wurde es uns in den letzten Stunden der gesamten 12 Stunden die wir an diesem Tag im Auto verbracht haben schon ein wenig bange. Die Straßen wollten einfach nicht und nicht aufhören!

 

Ordentlich Wasser und ein voller Tank - sicher ist sicher dachten wir uns und zahlten die angebrachten 25 Dollar am Park-Eingang. Das Ticket ist 7 Tage gültig also ein fairer Preis. Und hinein in eine der wohl unwirklichsten Gegenden der Welt. Wir konnten von Minute zu Minute zusehen wie das digitale Thermometer am Bordcomputer unseres Chevys stieg. 

Alle paar Kilometer gibt es einen Photo-Point, der auf alle Fälle genutzt werden sollte - auch wenn das Spazieren bei diesen Temperaturen wirklich kein Vergnügen ist. Diese irre mondähnliche Landschaft hat uns den Atem geraubt. Am Badwater Basin auf 86 Meter unter dem Meeresspiegel machten uns schon die paar Minuten am Photo-Point komplett fertig - schnell zurück ins kühle Auto.

 

Die letzte Etappe raus aus dem Valley bis nach Bakersfield, vorbei an Geisterstädten und Raketen Test Geländen der US Army, fühlte sich wie eine Ewigkeit an.

Der gigantische Yosemite

Am 31.5. hatten wir ein Date in San Francisco - 2 Freunde waren gerade auf Westcoast-Urlaub und da wollten wir natürlich ein paar Stunden miteinander verbringen. Somit blieb uns noch Zeit für einen weiteren National Park. 

 

Wir entschieden uns für den Yosemite National Park (Park Eintritt 30 Dollar pro Auto) - beliebt bei Campern, Bergsteigern, Familien, Touristen und am Memorial Day (an dem wir den Park besuchten) so ziemlich auch jedem Amerikaner westlich des Mississippis.

 

Als gebürtige Steirer war uns der Anblick nicht fremd. Wunderschöne saftig-grüne Wiesen und Wälder. Berge soweit das Auge reicht, hier einmal ein wilder Fluss, da einmal ein tosender Wasserfall. Nur die Dimensionen sind hier etwas, sagen wir mal, gigantischer.  Die Bergspitzen tragen teilweise Schnee, die Wasserfälle sind unglaublich hoch und donnern mit voller Wucht ins Tal und die Wälder und Bergstraßen scheinen unendlich zu sein. Teilweise findet man Mammutbäume, die zwar leider nicht die Ausmaße jener im Sequoia Park haben, dennoch auch unfassbare riesig sind.

Leider war der Besucheranstrom sehr unangenehm, man hatte kaum mal ein paar Minuten Zeit um ein Foto zu schießen, dass nur annähernd zeigt welch unglaubliche Natur man hier vorfindet. Trotz allem ist dieser unglaublich Nationalpark einen Besuch wert!

Ein Geburtstags-Spaziergang an den Klippen

Am 2. Juni feierten wir Tanja's Geburtstag. Wohl der unüblichste den wir bis jetzt zusammen erlebt haben. Statt Geschenken gab es dieses Jahr einen lang erträumten Ausflug. Als wir unsere Weltreise planten, schrieb Tanja einen mir völlig unbekannten Ort auf Ihre Bucket-List. Mendocino. "Was soll dort sein?" Fragte ich Sie damals - "Ganz einfach, dort soll es wunderschön sein!" Und wie recht Tanja hatte! Die Stadt ist verschlafen, keine Fast-Food-Kette weit und breit und ein 100-Jahr-altes-Häuschen schöner als das andere. Was Mendocino aber vorallem so besonders macht, sind die wunderschönen Klippen an denen der Pazifik gegen das Festland rauscht. Nach einem Mittagessen mit bestem Ausblick aufs Meer und einem wunderschönen Spaziergang an den Klippen, saßen wir auf einem Baumstamm mit Blick auf den Ozean, spürten die totale Freiheit und sagten uns, dass dies wohl einer der schönsten Orte sei an dem man seinen Geburtstag verbringen kann.

 

Auf der Suche nach Walen in Monterey

Nach unserem knapp 3 Wochen-Roadtrip durch Kalifornien waren wir ein wenig geschlaucht! Bevor wir zurück nach Los Angeles fahren um unser Mietauto retour zu geben und unseren nächsten Flug zu bekommen dachten wir uns, wir nisten uns in einem weiteren verschlafenen aber wunderschönen Ort ein. Wir fuhren nach Monterey - eine Fischerstadt am Highway Number 1. Der Hafen ist überseht mit trolligen Seelöwen und die Fishermans Wharf mit ihren unzähligen Restaurants macht Lust auf Mee(h)r! Eines macht die Stadt aber vorallem besonders. Monterey gilt als einer der besten Ausgangspunkte weltweit, um Wale aller Art zu sehen. Vom Blauwal, Buckelwal, Orca diversen Delfinen - in Monterey kommt auf dem Weg nach Alaska ganzjährig alles vorbei.

 

Wir haben es uns nicht nehmen lassen und investierten die 45 Dollar pro Person.

Clever wie wir waren haben wir an diesem Tag nur ein leichtes Frühstück zu uns genommen - gute Entscheidung. 5 der rund 20 Passagiere an diesem Tag haben sich die Fahrt eher anders vorgestellt. Leider haben Sie mehr Spucktüten als Wale an jenem Tag gesehen.

Wir hielten tapfer durch, obwohl der Seegang hier am offenen Pazifik ordentlich zusetzt. Schon nach kurzer Zeit hörten wir die ersten Crew-Mitglieder schreien "Whale! 11 o'clock" Und da waren sie. 2 Buckelwale tauchten nicht weit von uns entfernt ab und wir konnten die Schwanzflossen deutlich erkennen. Es ging Schlag auf Schlag. Unzählige Wale, Delfine und sogar Seeotter (wussten selbst nicht, dass es die hier gibt) näherten sich unserem Schiff. Der Anblick dieser Ozeanriesen hinterließ uns mit offenen Mündern. Ein Erlebnis, welches wir auf keinen Fall so schnell vergessen werden. 

 

Genau so wenig wie unseren Aufenthalt in Kalifornien, Nevada und Arizona. Die Städte haben uns wie gesagt wahnsinnig gut gefallen. Das unbeschwerte Leben in den USA - alles immer überall zu bekommen, sich keine Gedanken über irgendetwas zu machen tat wirklich wieder einmal sehr gut! Wenn wir unseren Aufenthalt in den Staaten aber einen Titel geben müssten wäre dieser: "Unglaubliche Naturschönheit!"

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Kommentare: 6
  • #1

    Fritzi (Mittwoch, 14 Juni 2017 10:02)

    Muss wirklich wunderschön sein

  • #2

    angie (Mittwoch, 14 Juni 2017 12:45)

    auch ich muss mich immer wieder wiederholen und sage nur ein wort: bucketlist! :)
    freue mich,wenn ihr uns "live" davon erzählen könnt!
    lg euch beiden!

  • #3

    Plutti (Mittwoch, 14 Juni 2017 19:26)

    Schön, dass ihr noch eine super Zeit in US und A hattet ��

  • #4

    Tanja und Chris (Donnerstag, 15 Juni 2017 11:59)

    Ja das war es auch liebe Fritzi :)

  • #5

    Tanja und Chris (Donnerstag, 15 Juni 2017 12:00)

    :) wir freuen uns auch schon wieder sehr auf ein face to face gespräch liebe Angie :)

  • #6

    Tanja und Chris (Donnerstag, 15 Juni 2017 12:01)

    Ja hatten wir liebe Plutti :) hoffen Ihr auch :) ganz liebe Grüsse