Sing und schwing das Bein, lass die Sorgen Sorgen sein...

Sorgen, wer hat sie nicht? Mal sind sie kleiner mal etwas größer, manche halten ziemlich lange an und andere wiederum lösen sich fast wie von selbst auf. Manchmal haben sie eine Berechtigung da zu sein und manchmal kommt es sogar vor, dass sie völlig umsonst da waren. Aber egal welches Ausmaß sie annehmen, eines haben sie alle gemeinsam: meistens machen sie uns das Leben schwerer als es sein müsste!

Bild: Psychologie

Sorgen,

 

haben auch einen positiven Effekt. Sie machen uns nämlich aufmerksam auf eventuelle Gefahren und bereiten uns darauf vor sie zu vermeiden oder zu handeln. Als Vorsorge sozusagen, sind Sorgen ganz schön wichtig. Ist die potentielle "Bedrohung" jedoch vorbei, sollten sich auch diese vorsorge Sorgen wieder auflösen.

 

Self-fulfilling prophecy

 

Als sogenannte selbst erfüllende Prophezeiungen, bezeichnet man in der Psychologie ein Phänomen, dass eine erwartete Sorge durch das eigene Verhalten des Besorgten herbeigeführt wird.  So kann zum Beispiel die Angst davor einem Unfall zu haben dazu führen, dass man unkonzentriert wird und deshalb einen Unfall hat!


Wenn das Wörtchen wenn nicht wär...

Hand auf´s Herz, wer von Euch hatte noch nie eine schlaflose Nacht, Magenschmerzen oder gar erhöhten Blutdruck wegen irgendwelchen Sorgen? Tja ich glaube man muss kein Wissenschaftler sein um zu wissen, dass Sorgen ganz schön krank machen können. Ein sehr wesentlicher Faktor bei der ganzen Sache ist hier, dass die meisten von uns dazu neigen, sich Sorgen über Dinge zu machen die noch garnicht eingetreten sind oder vielleicht auch nie werden. Das berühmte: "Was ist wenn?", spielt hierbei eine bedeutende Rolle.
Bei Wikipedia wird der Begriff Sorge folgendermaßen definiert: ein durch vorausschauende Anteilnahme gekennzeichnetes Verhältnis des menschlichen Subjektes zu seiner Umwelt und sich selbst. Und weiter: Eine subjektiv erwartete Not wird gedanklich vorweggenommen... .
Also ich glaube ja, das genau hier der sprichwörtliche Hund begraben ist!

Dale Carnegie macht in seinem Bestseller,Sorge dich nicht - lebe!, einen wunderbaren Vorschlag, um dieses Problem zu lösen:

 

Wieso versuchen wir nicht einmal in dem Zeitraum zu leben, den wir auch tatsächlich leben können? Nämlich von jetzt bis zum schlafen gehen!

 

Eine Gut Frage oder?

Was wäre nämlich wenn....

wir ganz einfach nicht unsere Energie damit verschwenden würden über Dinge nachzudenken die vielleicht niemals eintreten? Was wäre wenn wir auch nicht länger über längst Vergangenes nachgrübeln würden? Und was wäre wenn wir einfach mal im hier und jetzt bleiben würden und uns einfach nur einen schönen Tag machen? Tja was wäre dann bloß?

Die Sorgen einer Weltreisenden

Als wir anfingen unserer ersten Flugtickets für die große Reise zu buchen und es klar wurde, dass es jetzt wirklich ernst wird, sind auch plötzlich jede Menge Ängste und Sorgen in mir wach geworden.

 

 Ich machte mir Sorgen darüber, dass ....

  • meiner Familie etwas schreckliches widerfahren könnte, während ich nicht zu Hause bin
  • wir in irgendeine Naturkatastrophe geraten könnten
  • ich vor lauter Heimweh die Reise abbrechen möchte
  • uns das Geld ausgeht
  • wir auf der Reise sehr krank werden könnten
  • eines der vielen Flugzeuge, die wir besteigen abstürzen könnte
  • wir überfallen und ausgeraubt werden könnten
  • wir in einen Terroranschlag verwickelt oder sogar entführt werden könnten

Über all diese Eventualitäten habe ich sehr viel und lange nachgedacht. Bis mir endlich die Geschichte vom Baum eingefallen ist!

Der große Baum und Ich

Eine sehr gute Metapher aus einem der Bücher, die ich Euch etwas weiter unten empfehle, ist die Geschichte vom Baum.

 

Ein riesiger Baum, vermutlich hunderte von Jahre alt wurde bereits 14 mal von einem Blitz getroffen. Zahllose Lawinen und Stürme schüttelten und rüttelten an ihm. Nichts konnte ihn zu Fall bringen. Doch schließlich kam eine Armee von winzig kleinen Käfern, die sich unaufhörlich durch seine Rinde knabberten. Tag ein Tag aus, so lange bis er fiel.

 

Na? Das kommt uns doch bekannt vor oder?

Wenn das Leben hart zuschlägt, dann stehen viele von uns da wie dieser Baum. Tapfer und stark wird versucht dem ganzen Stand zu halten und weiter zu machen. Doch es sind die kleinen zum Teil sogar unbedeutenden Nebensächlichkeiten und Ärgernisse des Alltags, die an uns nagen und uns das Leben schwer machen.

 

Klar, einige meiner oben genannten Sorgen sind nicht unberechtigt. Aber, keine einzige dieser Sorgen muss sich auch als richtig herausstellen oder? Wäre es denn dann nicht völlig umsonst, wenn ich mich schon Monate vor Beginn der Reise von diesen "Käfern" auffressen lassen würde? Die Antwort lautet: Ja!

Sorgen analysieren, akzeptieren, eliminieren!

Sind wir voller Sorgen, neigen wir dazu den Überblick zu verlieren und die Situation oftmals schlimmer einzuschätzen als sie in der Realität ist oder sein könnte. Hier sind zwei Methoden die Dir dabei helfen könnten, dass die nächsten Sorgen nicht zu einer Belastung werden.

  • Frage Dich mal was das Schlimmste ist, was wirklich passieren könnte?
  • Jetzt stell Dir vor, das Schlimmste ist wirklich eingetreten! Wie gehst Du damit um und wie kannst Du versuchen es zu akzeptieren?
  • Jetzt wo Dir das Schlimmste vorgestellt hast und eine Strategie entwickelt hast wie Du es eventuell akzeptierten könntest, versuche ruhig und gelassen, das Schlimmste zu verhindern.

und/oder versuch es mal mit knallharten Fakten:

  • Wie lautet das Problem?
  • Was ist die Ursache?
  • Welche Lösungen sind möglich?
  • Welche Lösung ist die Beste?

10 beliebte Sorgenfresser

  1. Beschäftigung! Vielseitige Ablenkungen verschaffen wohl verdiente Sorgenpausen.
  2. Kauf Dir einen Sorgenfresser. Eine symbolische Geste kann manchmal Wunder bewirken.
  3. Nutze die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Frag Dich einfach mal wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, das diese eine Sache echt eintritt?
  4. Schlaf gut! Sorge dafür, dass Du gut durchschlafen kannst. Im sprichwörtlichen: "Morgen sieht die Welt gleich wieder besser aus" ist meistens was dran.
  5. Rede darüber! Manchmal wird großer Brocken um einiges leichter, wenn man ihn nicht alleine tragen muss.
  6. Schreib es auf! Wenn Du nicht gern darüber reden möchtest, dann schreib es doch einfach mal auf. Oft erleichtert es schon ungemein eine Sorge klar und deutlich zu formulieren.
  7. Entspanne Dich. Übe Dich in Meditation, versuch mal Yoga oder gönn Dir einfach ein warmes Schaumbad. Wichtig ist, dass Du mal los lassen kannst!
  8. Denke positiv. Versuche Deine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken. Und zwar indem Du Dir die Dinge, die wunderschön sind in Deinem Leben ins Gedächtnis rufst.
  9. Lies mal wieder. Wie wär es mal wieder mit einem guten und hilfreichen Buch? Manchmal können nämlich Ratgeber echt guten Rat geben.
  10. Und das wichtigste von allen: Handle! Es ist ganz egal was Du tust, Hauptsache Du tust es! Nichts wird Dir weniger dabei helfen Deine Sorgen los zu werden, als nur da zu sitzen und sich im grübeln zu verlieren.

Was zum schmökern...

So und jetzt hab ich noch ein paar sehr empfehlenswerte Bücher für Euch. Bücher, die nicht nur Eure Sorgen etwas lockern könnten, sondern auch das ein oder andere Lächeln auf Eure Gesichter zaubert.

 

 

In diesem Sinne bleibt mir und Bobby McFerrin nur noch eines zu sagen:

Don't worry be happy!

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