Die Maslowschepyramide und ich...

Nach nur 36 Jahren harter Arbeit kann ich voller Stolz behaupten, nun endlich die Spitze der Maslowschenpyramide erreicht zu haben!
Da ist es doch nur logisch, dass ich sie so schnell wie möglich wieder hinunter klettern möchte oder? 
Bild: Maslow Bedürfnishierarchie

Maslow

Abraham Maslow (1908-1970) war ein renommierter Psychologe welcher sich auf die Erforschung menschlicher Bedürfnisse spezialisiert hat.

Bedürfnishierarchie

Er entwickelte ein hierarchisch gegliedertes Modell in Form einer Pyramide, auf dem die wichtigsten Bedürfnisse der Menschen dargestellt werden:

Die Maslowschepyramide!


An erster Stelle stehen natürlich die physiologischen Grundbedürfnisse wie: Essen, Trinken, Schlafen, Sex ect... . Danach kommen die Bedürfnisse nach Sicherheit. Dazu gehören einerseits materielle Sicherheiten wie zb. ein Dach über dem Kopf, aber auch die berufliche Sicherheit (Job & Geld). Irgendwo dazuzugehören, Familie, Freunde, eine Partnerschaft, all das fällt in die nächste Stufe. Die sogenannten sozialen Bedürfnisse. An vorletzte Stufe stehen die ICH Bedürfnisse welche sich in der Erlangung von Macht, Anerkennung und Ruhm äußern. Auf der letzten Stufe und somit an der Spitze der Pyramide befindet sich das menschliche Bedürfnis nach Selbstverwirklichung.

Im Laufe unseres Lebens klettern wir diese Pyramide ständig hinauf und dann mal wieder hinab. Manchmal verweilen wir etwas länger auf einer Stufe manchmal etwas kürzer. Hin und wieder sind wir ganz oben und uns fehlt etwas von ganz unten und manchmal ist es sogar umgekehrt. An manchen Tagen kann es auch vorkommen, dass man alle Stufen auf einmal durchlebt. Zum Beispiel ich an einem Sonntag Nachmittag: Wir essen Pizza auf der Couch vor dem Fernseher. Soweit so gut erste Stufe, Check. So jetzt kommt Christoph ins Spiel. Er ist nämlich wie immer schneller beim Essen als ich und späht schon so komisch rüber -> Stufe zwei: Pizza in Sicherheit bringen! Weil er aber natürlich mein Herzallerliebster ist gebe ich ihm freiwillig ein Stück ab.... dafür liebt er mich (Stufe drei)! Nachdem ich es trotzdem geschafft habe den meisten Teil der Pizza alleine zu verdrücken, fordere ich Anerkennung für den größten wegstehenden Bauch aller Zeiten ein.... und bekomme sie auch. Stufe vier auch erledigt. Der Abschluss und zugleich der Höhepunkt der Selbstverwirklichung an diesem Sonntag ist dann ein richtig gutes Verdauungsschläfchen welches ich mir gönne. 

Ihr seht also so leicht kann es gehen ;  )

 

Aber jetzt mal im Ernst, ich bin momentan in der glücklichen Lage, mein Bedürfnis nach Selbstverwirklichung stillen zu wollen. Ich hatte schon mein ganzes Leben lang den Traum die Welt zu bereisen und sie für mich zu entdecken. Ein Abenteuer welches mich aber auch auf schnellstem Wege wieder die Pyramide nach unten schupst. Fragen wie:

 

  • Wo bekommen wir etwas zu Essen?
  • Wo schlafen wir heute?
  • Ist es hier sicher?
  • Reicht unser Geld?
  • Kann man demjenigen vertrauen?
  • ect..... ect.....

 

werden bald meinen Alltag bestimmen. Nicht zu vergessen, dass das Gefühl von Heimweh und die Sehnsucht nach meiner Familie und meinen Freunden auch noch hinzukommt.

Tja und dann wären da noch die "was kommt danach" Gedanken. Immerhin werden wir für die Erfüllung unseres Traums so gut wie Alles aufgeben was wir "besitzen". Wir geben unsere Wohnung auf, verkaufen unser Auto und eigentlich fast unser gesamtes Hab und Gut. Wir werfen zwei sichere, gut bezahlte, (und was noch weit wichtiger ist) erfüllende Jobs hin. Ja! Wir werden nach unserer Rückkehr wieder von ganz vorne beginnen müssen.

Für viele von Euch bestimmt eine Horrorvorstellung. Für uns aber nicht!

Klar machen wir uns unsere Gedanken und ja unüberlegt ist hier bestimmt nichts passiert aber das ist nun mal die Herausforderung der wir uns stellen wollen. 

 

Sich einer Herausforderung zu stellen und aus der Erfahrung die man gemacht hat zu lernen ist eines der wichtigsten Dinge in unserem Leben. Stillstand ist hierfür keine Option. Wer sich auf bereits Erreichtem ausruht nur aus Angst das Sicherheitsnetz zu verlassen wird auf die Dauer gelangweilt und frustriert sein. 

Ich bzw. wir sind bereit die Herausforderung anzunehmen, auch wenn ein gewisser "Preis" dafür zu zahlen ist. Letztendlich werden wir dafür hoffentlich ausreichend mit dem Gefühl der völligen Unabhängigkeit, Autonomie und Selbstbestimmtheit belohnt.

 

Kurz gesagt: Mit jeder Menge FREIHEIT!!!

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